Über „Frauen bei den Rennen, Édouard Manet“
Frauen bei den Rennen, Édouard Manet
Das kleine aber feine Werk, "Women at the Races" definiert Edouard Manet als "flâneur." Flâneur war die Bezeichnung für den zielstrebigen männlichen Spaziergänger von Paris, ein kultivierter Kenner der scharfen Beobachtung und des bereitwilligen Kommentars über den Fluss der Ereignisse, die Bewegungen der Stadt und die Veränderungen der Mode - kurz gesagt, alles Leben.
Manet stammte aus einer wohlhabenden bürgerlichen Familie und studierte bei dem akademischen Maler Thomas Couture. Er lehnte jedoch die traditionellen, gehobenen Themen ab, die von akademischen Malern bevorzugt wurden, und fand Inspiration im zeitgenössischen Leben im weitgehend wiederaufgebauten und modernisierten Paris des Zweiten Reiches. Er führte "Women at the Races" mit extrem skizzenhafter Modellierung aus und verwendete große flache Farbfelder und kühne Silhouetten, um den Effekt von flimmerndem Sonnenlicht und Schatten zu erzeugen.
Dieses Gemälde zeigt Manets kühle Beobachtung des Alltagslebens der Pariser Gesellschaft. Die Frauen sind Zuschauer bei einem Pferderennen im modischen Bois de Boulogne, außerhalb von Paris. Das Pferderennen, das kürzlich aus England importiert wurde, war die neueste Modeerscheinung unter den wohlhabenden Pariserinnen. Die Frauen tragen schlichte, wenn auch luxuriöse Kleider und halten Sonnenschirme, um sich vor der Sonne zu schützen. Eine schaut zur Rennbahn, während die ande
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