Zwei Frauen im Gespräch, Carl Bloch (1874)
Zwei Wäscherinnen stehen in der Tür und unterhalten sich. Die eine spricht mit leidenschaftlicher Geste in Richtung der anderen, die skeptisch zu sein scheint, was sie hört. Das Kopenhagener Proletariat war oft das Thema von Carl Blochs Genrebildern. Von Beamten über Straßenmusikanten bis hin zu Wäscherinnen stellte er alles in humorvollen Alltagssituationen dar. Allen seinen Gemälden gemeinsam sind die etwas karikaturhaften Ausdrücke und Bewegungen, die Bloch seinen Figuren verlieh. In diesem Gemälde wird die Skepsis der einen Wäscherin durch ihren ungläubigen Gesichtsausdruck und die verschränkten Arme deutlich, während die Gestik der anderen eine tiefe Beharrlichkeit erkennen lässt. Das Gemälde erinnert an die witzigen und oft überspitzten Darstellungen des bäuerlichen Lebens im Goldenen Zeitalter der Niederlande.
