Selbstporträt, Christen Købke (1833)
Købke studierte sich selbst sehr genau, als er dieses Selbstporträt malte. Er wollte kein typisches Künstlerporträt malen, und das Bild zeigt keine Spuren seiner Werkzeuge, Arbeitskleidung oder seines Ateliers. Ganz im Gegenteil: Er trägt einen Mantel, und der Hintergrund ist völlig neutral, so dass man nicht den Eindruck hat, dass er sich mitten in einer Arbeitssituation befindet.
Das Selbstporträt entspricht nicht der romantischen Verehrung des Künstlers und des Genies, die zu dieser Zeit weit verbreitet war. Das gesamte Bild ist in gedämpften oder dunklen Nuancen gehalten, die nur von Købkes Gesicht erhellt werden. So wird die gesamte Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt.
