Eucharistie, Nicolas Poussin (1637)
In den 1630er Jahren schuf Nicolas Poussin im Auftrag seines Freundes und Mäzens Cassiano dal Pozzo (1588-1657) eines seiner bekanntesten Werke, die erste Serie der Sieben Sakramente. Diese Serie illustriert meisterhaft die sieben Sakramente der katholischen Kirche: Taufe, Buße, Eucharistie, Firmung, Ehe, Priesterweihe und Letzte Ölung. Die Gemälde, die für ihre ästhetische Eleganz, ihren innovativen Ansatz und die akribische Darstellung dieser religiösen Zeremonien in ihrem historischen Kontext gefeiert werden, ragen aus Poussins Werk heraus.
In seiner Darstellung der Eucharistie fängt Poussin die Feierlichkeit des letzten Abendmahls ein, das von Kerzenlicht beleuchtet wird. Christus steht im Mittelpunkt der Szene, er hält gleichzeitig das Brot und den Weinkelch in der Hand und spricht mit der anderen Hand den Segen aus. Er lehnt an einem römischen Triclinium, flankiert von sechs Jüngern auf jeder Seite, wobei Judas wahrscheinlich der zweite von links ist, der als einziger nicht Christus zugewandt ist. Um der ansonsten ruhigen Komposition ein dynamisches Element hinzuzufügen, sieht man im Hintergrund eine schemenhafte Gestalt, die sich durch eine offene Tür zurückzieht.
